Aktuelles

Mandelblüten im Jebel Sarhro und Atlastraversierung II

Eine faszinierende Landschaft, ein herzliches Begleitteam und eine feine, lokale Küche wartet auf Sie.

 

Wir freuen uns, mit Ihnen den Reisebericht unseres Jebel Sarhro Wandergastes teilen zu dürfen.

Es hat noch Plätze frei auf unseren Wanderungen:

WeitWandern: Mandelblüten im Jebel Sarhro

und

Atlastraversierung II: Vom Jebel Sarhro zur Wüste

 

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

 

liebe Grüsse

Brigitte & Lahoucine

 

Trekking Jebel Sarhro

Für die Reise nach Marokko, ein Land wie aus tausendundeiner Nacht, haben wir den Land- und Seeweg gewählt. Wir wollen uns unserem Abenteuer gemächlich annähern.

Mit dem Check-in auf die Fähre in Genua stehen wir bereits mit einem Bein in Marokko. Der Schiffsbauch wird gefüllt mit abenteuerlich beladenen Transportern. Unter den Passagieren ist der Anteil an Nicht-Marokkanern verschwindend klein…

So haben wir nach 50 Stunden bei Ankunft inTanger das marokkanische Dasein schon ein wenig verinnerlicht.

Zu unserem Vorteil bei der Ankunft in Marrakech. Der erste Schritt in diese turbulente Stadt, in dieses Chaos, das einer für uns geheimen Ordnung zu gehorchen scheint, wurde dadurch etwas abgefedert.

Doch vorerst die Zugsfahrt von Tanger nach Marrakech. Sie überbot sogar noch die europäischen Angebote! Beste Verbindungen, bequeme Wagen und minutengenaue Pünktlichkeit! Ein perfektes Reservationssystem, das uns die von uns bereits zuhause gewählten Sitzplätze freihielt! Keine Spur der Unwägbarkeiten im grenzüberschreitenden europäischen ÖV.

Und dann der erwähnte Schritt in die Stadt der tausend Möglichkeiten und Wunder. Durch den quirligen Verkehr, von der sicheren Hand des einheimischen Fahrers geführt. Zum place Djemaa el-Fna. Ein wundersames Miteinander von Gerüchen und Geräuschen!

Nach einem kurzen Weg durch das hektische Gewühl der Souks wurde unser Riad zur fried- und stimmungsvollen Oase. Umgeben von marokkanischer Bau- und Dekorationskunst tankten wir wieder Energie für die bevorstehenden Erkundungstouren.

Eine magische Kraft scheint uns in die Souks zu ziehen. Fremde Gerüche und Laute begleiten unser ungläubiges Staunen. Die Waren, die Menschen, das unfassbare Funktionieren dieses gewaltigen Räderwerks der Eilenden, der Schlendernden, der Botengänger, der Verkäufer und Kaufwilligen!

Auf dem place Djemaa el-Fna die Gaukler, Schlangenbeschwörer, Henna-Malkünstlerinnen und begnadeten Selbstdarsteller! Ein einziger Strudel an Erfindungsgeist. Wohl aus der Not zum Überleben geboren…

Die von Marabout Travel organisierte Führung durch einen mit viel Wissen und Witz ausgestatteten Einheimischen hat uns abschliessend viele Fragen zur Architektur, Lebensweise in Marrakech und zu den Leitplanken und Lebensweisheiten des Islam beantwortet.

Wir sind schon tief eingetaucht in die Faszination des marokkanischen Lebens!

Nun kann das eigentliche Trekking starten!

Schon frühmorgens beginnt unser Abenteuer! Die Fahrt über den Tichka Pass nach Ouarzazate zu unserem Ausgangspunkt des Trekkings dauert recht lange. Gottseidank sitzt am Steuer ein ruhiger versierter Fahrer, das macht die Kurven erträglich!

Wir passieren kleine abgelegene Dörfer und grössere Orte mit buntem Treiben auf der Durchgangsstrasse. Grossartige weite Berglandschaften wechseln sich ab mit grünen Talgründen. In der Ferne die Schneegipfel. Der Hohe Atlas zeigt seine unermesslichen Weiten.

Das angekündigte Picknick überrascht mit seiner Vielfalt und Üppigkeit. Die Küchenmannschaft setzt sich damit selber den Massstab!

Das letzte Stück bis zum Camp bewältigen wir mit einer kurzen Wanderung. Die zwei grossen Zelte und unsere kleinen Schlafzelte stehen bereits!

Zum ersten mal treffen wir auch unsere gesamte Begleitmannschaft. Über zehn Männer werden uns und die Maultiere für die nächste Zeit durch den Jebel Sarhro führen.

Nach und nach lernen wir sie etwas kennen. Es sind zurückhaltende ruhige Menschen. Von grösster Höflichkeit und Hilfsbereitschaft!

Unser Tourguide verbringt die meiste Zeit unter uns. Wir sind beeindruckt mit welcher Ruhe und Besonnenheit uns dieser junge Mann begleitet. Eigentlich sind wir dauernd staunend und beeindruckt!

Zum einen ist da die vielfältige Landschaft des Jebel Sarhro. Diese stille archaische Welt zu durchwandern birgt einen meditativen Charakter. Durch Täler und felsige Bergrücken hinein in eine grossartige Vulkanlandschaft. Die Erosion hinterlässt unermesslich hohe und mächtige Felstürme. Sie scheinen zum Himmel zu ragen und zeitweilen hoffen wir, dass sie noch stehenbleiben bis wir vorbei sind!

Dann wieder riesige Rücken und Turmgruppen die an die Figuren der Osterinseln gemahnen. Viele Parallelen zu Formen aus der uns bekannten Welt fallen einem ein. Man sucht Vergleiche. Versucht diese riesigen Felsgruppen, die wie Urwesen dastehen, zu erfassen. Die Erde zeigt uns ein Gesicht wie wir es noch nie gesehen haben.

Dabei eindrücklich und unvergesslich: ein Camp am Fusse dieser Riesen die schon seit Ewigkeiten dastehen! Es macht uns demütig und zeigt uns wie wir selber nur für ganz kurze Zeit auf dieser Erde weilen.

Und dies führt uns zum zweiten tiefen Eindruck dieses Trekkings: Die Menschen die uns begleiten.

In ihrer Art sehr zurückhaltend. Gleichzeitig jedoch sehr offen. Jeder Blick wird erwidert. Jeder Satz löst etwas aus! Der Kontakt untereinander ist von grosser Herzlichkeit geprägt.

Eine grosse Lebenslust und -freude schlägt uns entgegen! In grösster Einfachheit und Bescheidenheit strahlen diese Menschen eine echte Fröhlichkeit aus. Dies ist reinster Balsam für unsere von Profitgier und Leistungsoptimierung geschundenen Seelen!

Nicht Wohlstand und Luxus macht sie zu dem. Diese innere Kraft kommt aus der Ruhe, der Zeit und der gegenseitigen Zuwendung und Fürsorge.

In dieser Manege der Bergwelt erleben wir tausende unvergessliche Eindrücke:

-Das tägliche auftauchen unseres Camps. Bald schon ein vertrautes Bild und bereits auch etwas Heimat.

-Die grossen Künste der Kochmannschaft die uns täglich unter einfachsten Bedingungen grosse Köstlichkeiten herzaubern. Kaum ein Gericht das uns wiederholt aufgetischt wird. Und dies erst noch kunst- und stilvoll angerichtet!

-Die Führung durch unseren Guide mit Witz und Schalk. Jedoch immer besonnen und besorgt! Er ist bemüht um die beste Routenwahl und um die schönsten und eindrücklichsten Lagerplätze.

-Die zehn Maultiere die mit stoischer Geduld und schier unfassbarer Bereitschaft unser Material über die Berge tragen. Ihr gelegentliches Scharren und Schnauben in der Nacht.

-Hin und wieder die scheuen Nomadenkinder entlang der Route, die wie aus dem Nichts aufgetaucht versuchen ihre Knüpf- und Websachen zu verhöckern.

-Die ganz wenigen Dörfer mit den Gärten und Feldern in denen es üppig grünt und spriesst, ganz im Gegensatz zur umgebenden Bergwelt. Wasser ist Leben!

-Das Brotbacken im Freien. Der gemeinsame Berbergesang und -tanz am Abend.

Die Liste ist unendlich voll grosser und kleiner Dinge. Für jeden der Teilnehmer etwas unterschiedlich.

Für alle jedoch: Es war eine grossartige Tour! Grossartig organisiert und durchgeführt von grossartigen Menschen. Auf vielen Ebenen ein tiefes und unvergessliches Erlebnis!

Ich vermute ich bin nicht er Einzige, der schon die Marabout-Tourenangebote vom nächsten Jahr studiert hat!

Bleibt mir noch zu danken:

-Zürcher Markus von Weitwandern für die Unterstützung in der Vorbereitungsphase und seine Tips für die Anreise nach Marokko.

-Zahner Brigitte als Strippenzieherin für das gesamte Angebot. Für die unermüdliche individuelle Betreuung aller Teilnehmer und den nicht abreissenden Support während des Trekkings.

-Said für die gewissenhafte und doch spassige Führung der Tour.

-Dem Koch Omar für seine unglaublichen Leistungen in der Küche.

-Den Maultierbetreuern für ihren gutgelaunten unermüdlichen Einsatz beim täglichen auf- und abbasten der Lasten und den Auf- und Abbau der Zelte.

Anton M. , Trekkingreise November 2024,
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